Pädagogische Handpuppen

Puppen und Stofftiere sind für jedes Kind etwas Besonderes. So spielen sie nicht nur mit dem liebsten Püppchen alltägliche Lebenssituationen nach – etwa das Baby ins zu Bett bringen, anzuziehen, mit ihm spazieren zu gehen und es auszuschimpfen – sondern sprechen auch völlig natürlich mit der Kinder-Handpuppe, sehen sie als lebendigen Partner und als Spielgefährten an.

Da Therapeuten immer wieder die überraschenden und interessanten Rollenspiele beobachten, die Kinder mit ihren Handpuppen und Stofftieren auf Spielplätzen, in Kindergärten und alleine durchführen, ergab sich schon früh die Idee, Kinder-Handpuppen gezielt als pädagogische Spielzeuge einzusetzen. Denn beim Spiel mit pädagogischen Handpuppen können Kinder viel besser ihre Gefühle und Emotionen ausdrücken als ihnen dies durch ein direktes Gespräch möglich ist. Gleiches gilt für geistig behinderte Erwachsene, denen bei einer Unterhaltung oft die entscheidenden Worte fehlen, um sich über ihren Gemütszustand zu artikulieren. Durch das Rollenspiel mit einer pädagogischen Handpuppe ist dies hingegen spielerisch möglich.

Mit der Handpuppe kann das Kind sich durch die Symbolsprache ausdrücken. Psychotherapeuten müssen diese nur richtig deuten und verstehen. So kann man aus einem Spiel, das das Kind mit seinen Handpuppen durchlebt, nicht unbedingt auf reale Situationen schließen. Genauso gut kann es sein, dass die Kleinen sich hier ausprobieren, andere Lebensformen mit ihren Bauchrednerpuppen austesten oder ihren Gefühlen durch eine entsprechende Handlung mehr Ausdruck verleihen.

Besonders eindrucksvoll wirken Handpuppen bei der Sprachentwicklung. So machen Therapeuten immer wieder die Erfahrung, dass stotternde Kinder plötzlich klare Sätze sprechen, wenn sie sich hinter einer Theaterwand verstecken und ihre Handpuppen reden lassen. Auch besonders schüchterne Kinder oder alte, verwirte Menschen, reagieren meist sehr positiv wenn sich ihnen eine Handpuppe – und nicht ein realer Mensch – nähert, obwohl für sie die Puppen ebenso beseelt sind.

Therapeuten und Pädagogen greifen deshalb in vielen Situationen auf Handpuppen zurück, sei es, um mit ihrem Gegenüber in Kontakt zu kommen, Gefühle der Kinder zu verstehen oder durch das Puppenspiel neue Erfahrungen zu vermitteln.

Auch schon ganz kleine Kinder haben ein besonderes Interesse an Handpuppen, selbst dann, wenn ihre motorischen und sprachlichen Fähigkeiten noch nicht ausreichen, selber aktiv mit den Bauchrednerpuppen zu spielen. Nicht nur, dass sie die kuschelweichen Stofftiere an sich drücken und mit den Handpuppen schmusen – sie hören auch wie gebannt zu, wenn die Tier-Handpuppen ihnen Geschichten erzählen. Mit strahlenden Augen beobachten sie die Bauchrednerpuppen in Form niedlicher Äffchen, wenn diese tanzen, auf dem Rücken der Handpuppen-Giraffe reiten oder den Elefanten an seinem Rüssel ziehen.

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